Opposition zur Hauptversammlung (17-04-2013)

Vollständiger Text in Deutsch:


Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Generalversammlung,

Als ständiger Tagesordnungspunkt der Generalversammlungen möchte ich die Konzernführung hiermit erneut aufrufen den rechtmäßigen Eigentümern die seit 18 Jahren unbefugt benutzte ungarische Zementfabrik Hejőcsaba zurück zu geben.

Ich möchte Sie daran mahnen, dass am 23. Oktober 2004 rechtskräftiges Gerichtsurteil darüber gefällten ist, dass die Unternehmen der Schmidheiny-Holcim Konzern gesetzwidrig die Mehrheitsaktien der Zementfabrik Hejőcsaba von der Magyar Cement Kft. aneigneten.

Seit dem letzten Generalversammlung erfolgte lediglich, dass rechtskräftiges Urteil sowohl aussagt: gemäß den zwei Grundsäulen der europäischen Denkweise, so dem römischen Recht und den Zehn Geboten können wir behaupten nicht nur, dass sie unsere Aktien aneigneten, sondern können auch rechtmäßig sagen, dass die Schmidheiny-Holcim Konzern unser Zementwerkvermögen gestohlen hat.

Denn laut römisches Recht: „non enim ex opinione singulorum, sed ex communi usu nomina exaudiri debere“. Dass heißt: das Recht kann keine andere Bedeutung den Wörtern zuschreiben, als es die Umgangsprache macht.

Daneben das siebte Gebot lautet: „Du sollst nicht stehlen.“ Dies umfasst sowohl das Verbot widerrechtlicher Aneignung, als auch dass die es begehen, gelten als Diebe.

Aufgrund all diesen rufe ich die Schmidheiny-Holcim Konzern erneut auf unser gestohlenes Zementwerk zurückzuerstatten.

Im Weiteren möchte ich die geehrte Generalversammlung darauf aufmerksam machen, dass die Schmidheiny-Holcim Konzernleitung die Jahresberichten angesichts der ungarischen Daten jahrelang vorsätzlich verfälschten.

Die Eigentum der Magyar Cement Kft. bildende Zementfabrik führte die Holcim auch in Besitz des rechtskräftigen Urteil als ihre eigene in den Jahresberichten auf, und behaupteten, dass sie über eine Produktionskapazität von 1,75 Millionen Tonnen in Hejőcsaba verfügt.

Ich bemerke, dass meine vorherige diesbezügliche Ansprache nicht erfolglos war, die Kapazität des Zementwerkes Hejőcsaba nicht mehr unter der Produktionskapazität von Holcim in dem Jahresbericht steht.

Es könnte sich aber Ihnen verlohnen danach zu denken, wie zuverlässig die Daten des Jahresberichtes sind, wenn die Konzernleitung sie gegebenenfalls eigenmächtigerweise umfrisieren kann.

Eine Schmidheiny „Grounding“ haben Sie schon mal erlebt.

Ich bedanke Ihre Aufmerksamkeit.

Dübendorf, 17. April 2013

Petra Kálmán